29. November 2017

Zur Ablehnung der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Dem Gesetzentwurf des Evangelischen Oberkirchenrats wurde am Dienstag, 28. November, in der Herbsttagung der Landessynode nach intensiver Debatte mit der erforderlichen einfachen Mehrheit zugestimmt. Bei der zweiten Lesung am Mittwoch, 29. November, wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht erreicht. Der Gesetzentwurf gilt damit als abgelehnt. An der bisherigen Praxis in der Landeskirche ändert sich also nichts.

 

Für den EuK-Gesprächskreis nimmt dessen Sprecher Dekan Ernst-Wilhelm Gohl dazu folgendermaßen Stellung:

„Das ist ein bitterer Tag für gleichgeschlechtliche Paare und unsere Landeskirche.

Der Entscheidung ging ein langer Abstimmungsprozess voraus. Die Bedenken der Lebendigen Gemeinde wurden kontinuierlich eingearbeitet. Dies erforderte von den anderen Gesprächskreise zum Teil sehr große Zugeständnisse. Konsens war, das jeweilig andere Schriftverständnisses zu respektieren. Dass nun eine Minderheit, die fordert, ihrem an die Schrift gebundenes Gewissen folgen zu können, dasselbe Recht einer deutlichen Mehrheit verweigert, ist nur schwer zu ertragen. Dennoch bleibt festzuhalten: Eine deutliche Mehrheit befürwortet die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.“

Das EuK-Gesprächskreisvotum zum Thema finden Sie hier:
www.evangelium-und-kirche.de/synode/

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