EuK-Jahrestagung 2019: Was Zahlen über Kirche sagen

Dr. Michael Blume (l.) und Bischof Dr. Michael Bünker (r.) sind die Referenten der EuK-Herbsttagung 2019

Wir blicken auf eine anregende und erfolgreiche Jahrestagung 2019 zurück mit den beiden Referenten Bischof a. D. Dr. Michael Bünker und Dr. Michael Blume, dem Beauftragten der baden-württembergischen Landesregierung gegen Antisemitismus.

Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, hängt nicht von Zahlen ab. „Wichtig ist, dass wir als Kirche in einer Minderheitensituation darauf achten, dass wir wahrnehmbar sind“, gab sich Bünker auf der Jahrestagung der Gruppe „Evangelium und Kirche“ in Stetten/Fildern überzeugt. Die evangelische Kirche in Österreich zum Beispiel ist für ihre diakonischen Einrichtungen bekannt. „Wir machen schon immer eine gute diakonische Arbeit. Das schätzen die Menschen“, weiß der Bischof im Ruhestand. Auch die evangelischen Schulen würden in der Öffentlichkeit wahrgenommen und nachgefragt.

Die Denkmuster des Antisemitismus werden auch von gebildeten Menschen vertreten. „Ein Doktortitel schützt nicht vor Antisemitismus“, bekräftigt Michael Blume. Bildung ist zwar der Schlüssel zur Bekämpfung des Antisemitismus. Allerdings reiche eine formale Bildung nicht aus. „Wir brauchen eine ganzheitliche Bildung“, forderte Blume. So gehe es zum Beispiel darum, die Geschichte von der Arche Noah als Friedensgeschichte zu verstehen, die nicht nur für Kinder taugt, sondern von der auch Erwachsene etwas lernen können.

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Das Programm der Herbsttagung 2019: Was Zahlen über Kirche sagen
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