Unsere Position in der Jugendarbeit

Lesen Sie hier in aller Kürze, was wir über die Jugendarbeit denken. Eine ausführliche Stellungnahme finden Sie in unserem Wahlprogramm und im Grundsatzpapier.

Jugendgemeinden
Jugendgemeinden sind eine eigenständige Form von Kirche für eine ganz bestimmte Zielgruppe auf Zeit. Partizipation und Selbstorganisation im Sinne evangelischer Jugendarbeit sind ihre Kennzeichen. Jugendliche haben ein Recht darauf, dabei theologisch und pädagogisch begleitet zu werden.
 

Pfarrberuf als Schlüsselberuf in der Kirche
Die vielfältigen Aufgaben und Lebenssituationen erfordern verschiedene Berufsgruppen in der Kirche, die sich gegenseitig ergänzen. Der Pfarrberuf kann  dann als Schlüsselberuf legitimiert bleiben, wenn Qualifizierung und Fortbildung in Gemeindeleitungsaufgaben konsequent verfolgt wird.
 

Verkündigung und Abendmahlsausteilung durch Ehrenamtliche
Es ist schon gängige Praxis, dass Ehrenamtliche Aufgaben bei der Austeilung des Abendmahls und in der Verkündigung  übernehmen (z.B. KGR, Lektoren, WORTTRANSPORT, Konfirmanden bei der Konfirmation). Bestehende Ansätze müssen weiter entwickelt werden.


Landesjugendwerk, „Schwabenformel"
Das Landesjugendwerk arbeitet "selbständig im Auftrag der Landeskirche". Diese „Schwabenformel" hat sich bewährt. Sie nimmt die Bedürfnisse junger Menschen auf und ermöglicht, auf die Veränderungen in der Jugendbildung und auf jugendpolitische Herausforderungen flexibel, zeitnah und parteilich zu reagieren.
Das ejwue hat sich als kompetenter Gesprächspartner nach innen und außen etabliert.


Wahlalter auf 14 gesenkt
Das Wahlalter bei der Kirchenwahl wurde inzwischen auf 14 Jahre gesenkt. EuK sieht in dieser Veränderung eine große Verantwortung für die Jugendlichen. Es gilt, sie über die Arbeit der Landessynode und über die verschiedenen Ansätze der Gesprächskreise zu informieren, ohne sie aber zu instrumentalisieren. Dass EuK diese Verantwortung ernst nimmt, erkennt man zum Beispiel daran, das die Gruppe auf jedem vergangenen Jugendtag vertreten war, um mit jungen Leuten und mit Engagierten in der Jugendarbeit ins Gespräch zu kommen.
 

Jugenddelegierte bei der Landessynode
Wir stehen hinter der Zuwahl von Jugendlichen als beratende und parteilich eintretende Mitglieder. In der ausgehenden Synodalperiode war unser Jugendsynodaler Mark Christenson engagiert in der Synode dabei.

Stellenkürzungen in der Jugendarbeit?
Stellenkürzungen in der Jugendarbeit sind kontraproduktiv für eine wachsende Kirche. Kirchenbezirkssynoden sind aus Vertretern der Gemeinden zusammengesetzt, die über die Verteilung der Mittel beschließen. Sie gilt es vor Ort für die Jugendarbeit zu gewinnen.

 
Jugendliche in anderen Milieus erreichen
Dazu liegen schon viele Erfahrungen (z.B. p.u.l.s., aufsuchende Jugendarbeit) vor, die jetzt in die Gemeinden übersetzt werden müssen. Weiterentwickeln müssen wir uns vor allem in den Bereichen Schule, Konfi-Arbeit und Arbeitswelt.


 
Islam, Dialog mit islamischen Jugendlichen
Evang. Jugendarbeit ist zunehmend herausgefordert, junge Menschen sprachfähig für ihren evangelischen Glauben zu machen, um so anderen wertschätzend und einladend begegnen zu können. Aneignen von theologisch reflektiertem Bibelwissen und Einüben des Glaubens im Alltag sind und bleiben zentrale Aufgaben.
 

Benachteiligte Kinder und Jugendliche erreichen
Die diakonische Dimension der Jugendarbeit wird bisher weitgehend von diakonischen Jugendhilfeträgern geleistet. Ev. Jugendarbeit erreicht benachteiligte Kinder und Jugendliche punktuell. Es gibt schon gute Beispiele von Vernetzung zwischen beiden Bereichen. Sie gilt es weiter zu entwickeln.

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