Was EuK zu wichtigen Themen sagt

Hier finden Sie eine kurze Fassung unserer Meinung zu Themen, die bei der Kirchenwahl immer wieder nachgefragt wurden. Weitere grundsätzliche Stellungnahmen von EuK finden Sie in unserem Wahlprogramm und in unserem Grundsatzpapier aus dem Jahr 2007, zu dem wir immer noch stehen.

Sollten Sie selbst zu einem Thema, das Sie hier und in den Grundsatzpapieren nicht finden, die Position von EuK wissen wollen, dann zögern Sie nicht, sich an die EuK-Geschäftsstelle zu wenden.


Dialog mit dem Islam

"Evangelium und Kirche" hält das EKD-Papier „Klarheit und gute Nachbarschaft" für gelungen. Wir haben uns mit großem Engagement dafür eingesetzt, dass die Islam-Tagung in der Landessynode stattfinden und die Erklärung „Miteinander leben lernen" entstehen konnte.

Den Gemeinden empfehlen wir dreierlei: Zuerst sollten wir in unseren Gemeinden den Islam in seinen vielfältigen Formen wahrnehmen lernen. Sodann sollte das Grundlagenwissen zum Islam in Europa und weltweit bei unseren Gemeindegliedern deutlich erhöht werden. Dazu sind entsprechende Erwachsenenbildungsveranstaltungen notwendig. Schließlich brauchen wir den gewollten Dialog zwischen christlichen und islamischen Männern und Frauen an der Basis über theologische und Alltagsfragen.

Dabei gilt der Grundsatz der Wahrhaftigkeit. Die kritischen Themen wie beispielsweise die Unverträglichkeit unserer gesellschaftlichen Grundordnung mit islamistischen Zielen müssen beim Namen genannt werden.


 

Islam, Zusammenleben verbessern
Wir müssen verhindern, dass andere Religionen und Weltanschauungen in ein Ghetto abgedrängt werden. Vorurteile müssen durch Information und Begegnung abgebaut werden. In der Herausforderung unserer multikulturellen Welt liegt aber auch eine große Chance. Die Begegnung mit einer anderen Frömmigkeit ist eine Bereicherung. Es zeigen sich Nähe und Abstand zum christlichen Glauben und die persönliche Reife wird gefördert. Schon jetzt machen viele Gemeinden gute Erfahrungen im jüdisch christlichen Dialog oder bei Begegnungen mit Muslimen. Wir wollen Kontakte dieser Art weiter fördern.

Durch die Arbeit der evangelischen Kindergärten in sozialen Brennpunkten geschieht ein wichtiger Beitrag zur Integration in einer christlich geprägten Gesellschaft. Familien mit anderer geistiger Prägung werden dort mit einer evangelischen Kultur vertraut. Das ist eine wichtige Grundlage für ein gedeihliches gemeinsames Leben.
 

Ehrenamt
Es gibt inzwischen viele Wege, das Ehrenamt zu fördern und Ehrenamtlichen tatsächlich Anerkennung zukommen zu lassen. Wir befürworten es, das gesamte Management der Ehrenamtlichen in der Kirche nach modernen Erkenntnissen zu gestalten, wie sie z.B. im Freiwilligen-Management gewonnen wurden. Ehrenamtliche brauchen eine klare Abgrenzung ihrer Tätigkeit, Gestaltungsfreiheit, klare Ansprechpartner und von vorneherein die zeitliche Befristung ihrer Arbeit, die auf deren Wunsch hin verlängert werden, aber auch ohne Anerkennungsverlust beendet werden kann. „Evangelium und Kirche" begrüßt die Erprobung von Personalentwicklungsgesprächen mit Ehrenamtlichen.

 

Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche
Dank der Bemühungen der vergangenen Jahre haben Frauen und Männer unserer Meinung nach weitgehend die gleichen Chancen in unserer Kirche. Quotenregelungen sind nicht notwendig. Die Bemühungen, Familie und Beruf zu vereinbaren, müssen jedoch weiterentwickelt werden. Das Problem, für das es kreative Lösungen zu finden gilt, sind die eher kleinen Einheiten, in denen Mitarbeiter/innen angestellt sind (z.B. eine Diakoniestation mit 30 Mitarbeiterinnen). Praxiserprobte Lösungen gibt es aber schon, wie z.B. flexible Arbeitszeiten, Kindertagesstätten in großen Einrichtungen, usw. Wichtig ist, dass in der Kirche der Wille zur Familienfreundlichkeit grundsätzlich gestärkt wird.


 
Kernaufgaben der Kirche, missionarische Herausforderung
„Evangelium und Kirche" bejaht die Volkskirche. Dazu gehört unbedingt auch, diejenigen ernst zu nehmen, die selten oder gar nicht in den Gottesdienst gehen und Gemeindeveranstaltungen nicht besuchen. Die Kirche darf nie aufhören, alle Menschen mit dem Evangelium erreichen zu wollen. Die wesentliche Arbeit dazu geschieht in den Kirchengemeinden. Aber für „Evangelium und Kirche" ist die Kirche dennoch mehr als die Summe der Gemeinden. Überparochiale Zielgruppenangebote und Bildungsangebote sind unverzichtbar.

Die Kernaufgaben der Kirche sehen wir in folgendem:

  1. Gottesdienste feiern.
  2. Geistliche Gemeinschaft leben, das Gebet stärken, die Gemeindeglieder geistlich bilden.
  3. Den Menschen tatkräftig helfen (Diakonie in Gemeinden und Einrichtungen)
  4. In der Gesellschaft und den Einzelnen gegenüber unseren Glauben in evangelischer Prägung bezeugen.

Die missionarische Herausforderung für unsere Kirche besteht darin, die bisherigen „evangelisch-kirchlichen" Milieus zu durchbrechen und „Kirche für alle" zu sein.

 

Fusion von Landeskirchen
Fusionen von Landeskirche sind ein möglicher Weg - und in manchen Fällen auch ein notwendiger Weg - für die Zukunft, aber nicht in jedem Fall ein erfolgversprechendes Modell. Was eine Fusion der badischen und württembergischen Landeskirche bringt, wurde noch nicht umfassend geprüft. Wir halten eine solche Prüfung für diskussionswürdig. Im Augenblick sehen wir eine Fusion in weiter Ferne, grundsätzlich aber begrüßen wir sehr eine Annäherung der beiden Landeskirchen und einen Ausbau der schon vielfältigen Zusammenarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit, der Diakonie, Kirchenmusik und der Religionspädagogik, um nur einige Arbeitsfelder zu nennen.


Arbeitsrecht, Dritter Weg
„Evangelium und Kirche" hält den „Dritten Weg" für den einzig gangbaren Weg in unserer Landeskirche. Wir möchten ihn nicht nur gewahrt, sondern in Zukunft auch gestärkt sehen. Dazu gehört auch, dass Veränderungen und Reformen in einzelnen Bereichen des „Dritten Weges" angepackt werden.

 

Zusammenarbeit in der Landessynode
Dank der guten Zusammenarbeit der Landessynodalen hat ein wie auch immer definierter Lobbyismus in der Synode seit der letzten Kirchenwahl nie die Oberhand bekommen. Ausschlaggebend dafür war die Gesprächsbereitschaft der Gesprächskreise und ihr Wille, das Ganze der Kirche zu sehen. Förderlich ist, wenn einzelne Gruppen den Landessynodalen ihr Anliegen vortragen und um Verständnis werben. Hinderlich ist, wenn einzelne Gruppen die Öffentlichkeit einseitig informieren oder gar den ganzen Prozess blockieren, um ihr Anliegen durchzusetzen.


Downloads

Hier können Sie unsere wichtigsten Texte herunterladen: das ausführliche Grundsatzpapier, das Wahlprogramm und die Zehn Leitsätze.

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Das Grundsatzpapier
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Unser Programm für die Kirchenwahl 2013
Download PDF 1.3 MB

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Die Zehn Leitsätze
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