Frühjahrssynode 2018: Taufagende wurde verabschiedet

Ernst-Wilhelm Gohl, Sprecher der EuK-Synodalgruppe

Vor vier Jahren beantragte der Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ die Erarbeitung einer neuen Taufagende, die nun mit 2/3- Mehrheit verabschiedet wurde. Sie bildet die plurale Wirklichkeit heutiger Taufpraxis ab und sorgt durch eine „Kernhandlung“ für verlässliche Erkennbarkeit unseres Taufhandelns. Diese Kernhandlung ist in jeder Gottesdienstform dieselbe, sei es bei einem Gottesdienst im Grünen oder bei einer Messe in der Kirche. Neuland innerhalb der lutherischen Kirchen in der EKD wird durch die Zulassung der Taufe durch Untertauchen betreten (Immersionstaufe).

Sehr klar äußerte sich der EuK-Landesvorsitzende Gohl zur Ablehnung der Gesetzesvorlage zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare durch. Können wir nach dieser Abstimmung als Synode noch vertrauensvoll zusammenarbeiten? Wenn ja, wie? Der Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ habe großes Vertrauen in den geschwisterlichen, synodalen Weg gehabt. Die Synode sei kein Parlament. Die „Lebendige Gemeinde“ habe diesen Unterschied häufig betont. „Wenn nun ausgerechnet dieser Gesprächskreis im entscheidenden Moment nur auf sich und seine „Klientel“ schaut, sind wir vom synodalen Weg meilenweit entfernt. Der Landesbischof, der gesamte Oberkirchenrat, das Präsidium, alle anderen Gesprächskreise und vor allem die Menschen, um die es geht, wurden bildlich gesprochen im Regen stehen gelassen. Dadurch wird Vertrauen zerstört – und zwar nachhaltig.“ Nun gelte es nüchtern und ohne Zorn die Realität wahrnehmen. Um eine Illusion ärmer, arbeite „Evangelium und Kirche“ selbstverständlich sachlich auch an diesem Thema weiter. Dem Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ stellte der Ulmer Dekan die entscheidende Frage: „Kann sich die LG überhaupt einen öffentlichen Gottesdienst vorstellen? Wenn nicht, brauchen wir auch keine neuen Überlegungen anstellen.“

Den Bericht unserer Synodalen Peter Schaal-Ahlers und Andreas Wündisch können Sie rechts herunterladen.

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Bericht von Peter Schaal-Ahlers und Andreas Wündisch über die Frühjahrssynode 2018
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