EuK macht sich für Kompromiss bei Segnung stark

Peter Schaal-Ahlers und Andreas Wündisch

Stuttgart. Am Samstag, 23. März, ist die Herbsttagung der Württembergischen Evangelischen Landessynode in Stuttgart zu Ende gegangen. Hier die wichtigsten Themen. Ausführliches dazu finden Sie im Bericht, den Sie rechts anklicken können.

Landesbischof nimmt Stellung zu Europa
Landesbischof Frank O. July hat in seinem Bericht vor der Landessynode ein – so EuK-Synodaler Peter Schaal-Ahlers – „engagiertes Plädoyer für die Zukunft Europas gehalten“. Schaal-Ahlers hat Julys Bericht als „historisch fundiert, ökumenisch weit, sozial und ökologisch profiliert“ bezeichnet. July hatte die Rolle der evangelischen Kirchen in Europa so beschrieben: „In nationenübergreifender und ökumenischer Verbundenheit wollen wir als Kirchen Jesus Christus bezeugen und ein Europa stärken, das an der Seite der Schwachen steht.“ Für Peter Schaal-Ahlers stand fest: „Als evangelische Christen sind wir leidenschaftliche Europäer.“ Kulturbericht vorgestellt Der OK-Synodale Robby Höschele hat für den Kulturrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg den ersten Kulturbericht vorgestellt. Darin wird unter anderem ein Kulturbeauftragter mit einem eigenen Kulturbüro gefordert.

Neues OKR-Gebäude
Das Dienstgebäude des OKR in der Gänsheide soll an gleicher Stelle neu gebaut werden, weil brandschutztechnische Bestimmungen und die Sanierung des aktuellen Gebäudes einen so hohen Aufwand erfordern, dass man das Gebäude auch gleich neu bauen kann. Der Neubau soll 60 Millionen Euro kosten.

Zuschuss für kirchenleitende Gremien
Die bei der Kirchenwahl 2019 neu gewählten Kirchengemeinderäte sollen einen Zuschuss bekommen, wenn sie sich auf einer Tagung mit dem Thema „Geistlich leiten“ beschäftigen.

Personalgemeinden auf Bezirksebene
Die Synode plant die Schaffung von Personalgemeinden auf Ebene der Bezirke. Bisher waren Personalgemeinden nur auf Kirchengemeindeebene möglich, was viele Probleme bereitete.

Öffentliche Gottesdienste mit Segnung gleichgeschlechtlicher Paare möglich
In Zukunft wird in der württembergischen Landeskirche die öffentliche gottesdienstliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren möglich sein. Das Gesetz ermöglicht es bis zu einem Viertel der Kirchengemeinden der Landeskirche, Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare in ihre örtliche Gottesdienstordnung aufzunehmen. Die Landessynode war sich bewusst, dass es in der Frage der öffentlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare keinen Konsens innerhalb der Landeskirche gibt. Die unterschiedlichen Meinungen beruhen auf unterschiedlichen Auslegungen der Bibel. Im Verlauf der Entwicklung dieses Gesetzes hat sich vor allem der Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ um die Vermittlung bemüht, während die Flügel in Maximalforderungen verharrten. Dadurch konnte eine Kompromisslosigkeit verhindert werden. Im Bewusstsein, dass die Einigkeit in Christus besteht, kann EuK die Unterschiede aushalten, vor allem wenn das Ergebnis konkret den Menschen zugutekommt.

 

Den Bericht unserer Synodalen Peter Schaal-Ahlers und Andreas Wündisch können Sie rechts herunterladen.


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EuK-Bericht von der Frühjahrssynode 2019
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EuK-Gesprächskreisvotum zum Bericht des Landesbischofs über Europa
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Bericht des Kulturrats der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
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